Die 3 Minuten der Gefühle
Die 3 Minuten der Gefühle – eine Meditation von Petra Dambeck-Winter
Die Fähigkeit die 4 Gefühle zu fühlen, sie zu verstehen, sie auszudrücken und zu unterscheiden, ist für mich die Grundlage für ein schöpferisches Leben in gesunder Beziehung zu mir selbst und zu anderen Menschen. Was ich fühle ist allein meine Angelegenheit und Verantwortung.
Ich habe für mich entdeckt, dass im klaren Fühlen die Energie steckt, die ich mit Menschen teilen kann, um ihnen wirklich zu begegnen und um in meinem Leben zu kreieren, was ich möchte.
Steckt meine Energie fest, in sogenannten „Zuständen”, leide ich, bin ich verwirrt, isoliert, klebe ich fest, abgekapselt und nicht selten depressiv.
Meine Fähigkeit mein Gefühlsleben zu verstehen, ist nach meiner Auffassung entscheidend für das, was ich in die Welt bringe, ist entscheidend für meine Beziehungen und vor allem für meine geistige und emotionale, ja auch körperliche Gesundheit.
Ich habe festgestellt, dass wir Menschen kollektiv unser Fühlen unterdrücken, es kleinmachen, es betäuben und uns dafür gegenseitig emotionale Geschichten zu verkaufen versuchen, um uns unser Gesicht nicht zu zeigen. Anstatt die Nähe der klaren Gefühle zuzulassen und in unsere Beziehungen einzuladen, überspielen wir sie und tun so, als wäre das erwachsen.
Klares Fühlen haben wir nie gelernt, es wurde uns nicht vorgelebt, es wurde bestraft und unterdrückt.
Dazu gäbe es viel zu sagen. Doch, um dich zu motivieren, dich selbst zum Leben zu erwecken und dir den Zugang zu deiner Energie (zurück) zu holen, lade ich dich jetzt ein, einfach ins Wasser zu springen und diese Meditation zu üben!
Atmen, fühlen, beobachten, erleben, sein
Es geht nicht ums Analysieren.
Wenn du spürst, dass sich der Fluss deines Fühlens in dir verhärtet hat, bist du möglicherweise in einem Zustand (Zustände sind ein Gemisch an Gefühlen: Scham, Einsamkeit, Ohnmacht, Hoffnung, Ekel, Argwohn, Neid, Schuld, Eifersucht, Hass… Dazu an anderer Stelle mehr).
Die 4 Gefühle Meditation, die ich die „3 Minuten der Gefühle” genannt habe, kann dir helfen, diese festen Zustände bzw. Verhärtungen wieder in Fluss zu bringen.
Wie geht die Meditation?
Diese 4-Gefühle- Meditation machst du am besten im Liegen. Sie dauert etwa eine halbe Stunde.
Zwischen den einzelnen Gefühlen, die du übst, bist du eingeladen zu beobachten. Folge nicht deinem Verstand, der analysieren und bewerten möchte. Folge den Anweisungen in der Meditation.
Wenn du sie mehrmals machst, höre sie immer wieder wie neu!
Ich empfehle dir, gleich am Morgen zu praktizieren oder als letztes am Abend. Am schönsten ist es, mit jemanden zusammen zu üben oder gar in einer Gruppe.
Richte dir einen Ort ein, wo du vollkommen ungestört liegen kannst. Eine Decke, ein Kissen, Wasser, Taschentücher, Heft und Stift.
Es ist natürlich möglich, diese Meditation direkt im Bett zu machen. Jedoch habe ich die Erfahrung gemacht, dass es für mich besser funktioniert, wenn ich mir einen neutralen Ort dafür einrichte.
Ein paar Dinge, die du vorab wissen solltest:
- keine Praxis der Meditation gleicht der anderen
- es ist immer wieder ein Anfang möglich
- es kann sich hin und wieder schmerzhaft anfühlen, wenn du an deine Barrieren des Fühlens kommst
- dein Verstand wird sich ab und zu einmischen und deine Gefühlsarbeit bewerten und zensieren.
- Übe von Anfang an, deinen Verstand zu ignorieren. Er möchte die Führung behalten.
- danke dir selbst jedes Mal, wenn du in diese Arbeit einsteigst
- bleib so aufmerksam für alles, wie nur möglich
- du brauchst keine Geschichten oder Bilder, um in die Gefühle hinein zu kommen – dein Atem, dein Gesicht, dein Körper führen dich
- es kann sein, dass im Anschluss an die Meditation, lange angestaute Gefühle heraufkommen. Die Einladung hier: Lass das geschehen, fühle und gib ihnen Raum. Beobachte, wie sie kommen und wieder gehen
- möglicherweise wirst du im Alltag viel mehr bemerken – auch, wie du möglicherweise deine Gefühle wegdrückst oder dich betäubst, um sie nicht zu fühlen.
Die Einladung hier: Sei und bleib liebevoll mit dir. Nimm wahr, was geschieht. Notiere es dir und nimm es mit in deine Selbsterkundung.
Vielleicht beginnst du, wie ich, ein ganz neues Leben, ja Zusammenleben mit deinen Gefühlen - bleib während der Meditation jeweils bei dem Gefühl, welches du gerade übst. Bemerke, wenn sich andere Gefühle reinmischen. Dies ist normal und geschieht immer wieder. Indem du jeweils zurückkehrst, wird deine Wahrnehmung für dein Gefühlsleben immer schärfer.
- wenn du mehr über dich und dein Fühlen herausfinden möchtest und wenn du mit anderen zusammen üben und forschen möchtest, komm gern in unsere Emotional Spaces. Wir sind ein Team und begleiten dich durch deine Wut, deine Angst, deine Trauer und deine Freude.
Du willst nicht alleine Fühlen? Komm in unsere Emotional Spaces
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